5 Erkennungsmerkmale, dass du als Fotograf manipuliert wirst

Liebe Freunde der schöneren Fotografie,

vermutlich werdet ihr in den folgenden Zeilen sehr genau wissen, wovon ich spreche. Denn die Wahrscheinlichkeit, dass wir als ambitionierte Fotografen ungewollt, ungefragt und unbemerkt manipuliert werden ist sehr groß. Die liegt zum Teil daran, dass dir Wissen fehlt, dass dir eine Ausbildung oder ein Studium der Fotografie ermöglicht hätte. Denn in der Fotografie geht es um weit mehr als um ISO/Blende/Verschlusszeit, um mehr als die „richtig“ ausgewählte Kameratechnik und um mehr als um ein „gut“ laufendes Profil in den sozialen Netzwerken.

Ich kann nicht sagen, wie viele Opfer es tatsächlich gibt, welche durch Dritte manipuliert wurden. Denn das Perfide an Manipulationen ist es, dass die Betroffenen sie viel zu spät bemerken. Meistens ist es dann zu spät. Deshalb ist es für den Manipulator ein leichtes sein Opfer nachbelieben zu manipulieren.

Das gefährliche an der Manipulation

Die Manipulation ist ein höchst subtiler Vorgang, der leicht mit psychischem Missbrauch in Verbindung gebracht werden kann.

Das Ziel der Manipulatoren ist es, die Selbstwahrnehmung des Opfers derart zu verwirren, dass sich das Opfer im schlimmsten Fall selbst für verrückt erklärt, sich jedoch selbst mindestens für wehrlos, wertlos, kriminell und rücksichtslos hält. Ist es dem Manipulator erst gelungen die Saat des Selbstzweifels in sein Opfer zu bringen, mutiert diese Saat schnell zum giftigen Efeu und wuchert ungebremst in der Seele des betroffenen Fotografen.

Wer tut sowas? Wer manipuliert Fotografen auf diese Weise?

Manipulation oder psychischer Missbrauch klingen im ersten Augenblick übertrieben hart. Oftmals denken wir an Einzelfälle oder vereinzelte Schicksale von einigen wenigen Fotografen, die sich über den Tisch haben ziehen lassen. Doch leider ist dem nicht so. Denn eine ungewollte und unerwünschte Manipulation kann jeden von uns mit voller Wucht treffen und es ist sehr wahrscheinlich, dass wir alle schon mehr als einmal manipuliert worden sind. Denn eine Manipulation muss nicht zwingend in einer Ausweglosensituation enden. Allen Manipulationen ist jedoch gemeinsam:

Wir Fotografen tun etwas, dass wir eigentlich gar nicht wollen

Menschen oder Kunden sind dabei nicht immer zwangsläufig böse oder toxisch. Sie möchten ihr Gegenüber nicht absichtlich schaden oder gar zerstören.

Bei der Manipulation geht es um Macht

Es ist ein allzu menschlicher Mechanismus, der uns selbst dazu verleitet etwas unter unsere Kontrolle zu bringen und unter Kontrolle zu halten. Das ist kein untypisches Verhalten, für uns Menschen. Es kann jedoch sehr perverse Formen annehmen. Vor allem unsichere Fotografen fallen einer Manipulation schneller und leichter zum Opfer als selbstsichere Fotografen. Deshalb wird im Opfer der Manipulation immer erst der Selbstzweifel gesät und genährt und durch das Implementieren von neuen Ängsten und Zweifeln weiter geschürt. Es ist der Verlust des Selbstvertrauens, der einen ambitionierten Fotografen zu einer Marionette von Manipulatoren werden lässt. Hierbei präsentiert sich der Manipulator grundsätzlich als „Heilsbringer“, er ist der Macher, der Kümmerer, der Beschützer, der Helfer und der Planer. Er übernimmt letztlich die volle Kontrolle. Oftmals passiert dies nicht mal bewusst und ist gar nicht von böser Absicht getrieben.

Der Wunsch nach Kontrolle und Macht über die Fotografie

Diese Wunsch nach Kontrolle und Macht hat sehr viele Gesichter und es sind in aller Regel Narzisten, Toxiker, Foto-Tyrannen, Lebensbeamter oder „Ordnungshüter des richten Lebens“, die sich nur allzu gern der Manipulation bedienen, um den ambitionierten Fotografen einreden zu können, dass etwas mit ihm nicht stimme. Hierbei verstecken diese Manipulatoren grundsätzlich ihre eigenen Wahren Ziele, Bedürfnisse und Wünsche geradezu perfekt.

Doch es existieren eindeutige Warnsignale

Fünf davon werde ich dir erklären:

  • Dir wird etwas als „normal“ verkauft, obwohl du weißt und fühlst, dass es das nicht ist!
    • Es ist völlig normal, dass du die Fotografie nicht erlernen oder studieren kannst. Es reicht einzig und allein das Talent!
    • Das ist doch keine „richtige“ Fotografie!
    • So fotografiert man aber nicht!
    • Was sollen die anderen über dich und deine Fotografie denken?

Dafür benötigst du erst einen ganz bestimmten Namen!

Sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit bekannte Phrasen, die von Manipulatoren gerne losgelassen werden.

Ein unbedarfter, naiver und unausgebildeter Fotograf ohne richtiges Selbstbewusstsein soll so auf den „richtigen“ Weg gebracht werden. Besonders häufig findet du diese „Killer-Phrasen“ in den sozialen Netzwerken. Vornehmlich dort wirst du auf Personen treffen, die dir unmissverständlich klar machen werden, dass deine Art der Fotografie nicht tolerierbar und akzeptabel ist. Zeitweise wird man soweit gehen und dem unbedarften Fotografen die Frage stellen:
Ob er nicht selbst erkennen kann, dass diese Fotografie, die uns bekannte Welt, unser Universum, unsere Gesellschaft und unser Verständnis von Moral an den Rand des Abgrundes bringt und zum Untergang des Paradieses führt.
Wenn das alle so machen würden? Du kannst doch nicht einfach machen, was du allein für richtig hältst!
Foto-Tyrannen und „Ordungshüter des richtigen Lebens“ kennen hierbei keine mögliche Übertreibung ihrer Dramaturgie in ihrer Darbietung. Sie bemerken nicht mal, dass sie in vilen Punkten ins Lächerliche und Peinliche abdriften. Sollten wir die „Drama-Queens“ darauf hinweisen, werden sie sehr schnell aggressiv und angriffslustig. Nicht zu selten ist eine der Standardantworten dann:
„Das wird man wohl noch sagen dürfen! Man wollte doch nur helfen! Es wurde schließlich um eine Kritik gebeten. Diese wurde gegeben. Das die gegebene Kritik nicht ins Konzept des Fotografen passt ist nicht mein Problem. Dabei sollte gerade er dankbar für jeden Hinweis sein, wenn man sich sein Portfolio und seine Bildchen anschaut!“
Viel zu leicht gibt hier der ambitionierte und ungelernte Fotograf nach! Der Foto-Tyrann liegt deswegen noch lange nicht richtig. Es ist ein versuch der Manipulation, damit der Foto-Tyrann z.B. weiterhin den Platzhirschen in einer Fotogruppe innehat und ihm keiner zu nahekommt.

  • Ein Manipulator sagt das Eine und macht das Andere.
    Der übliche Ablauf:
    Erst wirst du über alle Maße gelobt. Es ist das Talent, die Seriosität, die professionelle Herangehensweise und vieles mehr. Es ist ein ganzer Eimer voller Lobhudelei, Lobpreisungen und Belobigungen, der da über dir förmlich ausgekippt wird. Selbstverständlich ist man bereit dich als Fotografen zu engagieren. Selbstverständlich spielt der Preis bei solch einem verborgenen und erkannten, wenn nicht sogar verkannten Talent keine Rolle (zumindest am Anfang). Voller Freude, Ehrgeiz und Selbstaufopferung schnappt sich der ambitionierte Fotograf diese einmalige Chance und erledigt voller Zuversicht alle ihm aufgetragenen Arbeiten. Am Ende wird die Rechnung präsentiert.

    Ab jetzt beginnt der Affentanz!

    Es wird Preisnachlass gefordert, es wurde zum Beispiel bewirtet, die Fotografien sehen nicht so professionell aus wie erwartet und die Sturheit des Fotografen lässt auf Unprofessionalität schließen. Außerdem könne man einen „Freund“ so etwas nicht bieten! Alle anderen „richtigen“ Fotografen würden sofort einlenken. Das ist ein ganz normaler Vorgang! Letztlich bist du doch nicht so talentiert wie erhofft, um überhaupt einen Preis zu rechtfertigen. Bist du überhaupt Fotograf?

    Du wirst abgewascht!

    Es ist völlig egal, wie du argumentierst, es existieren gefühlt immer drei neue Argumente deine Rechnung zu drücken. Ein beliebtes Todschlagargument: „Ich bin nicht dafür zu ständig, dir dein Leben zu finanzieren. Such dir eine anständige Arbeit!“. Die Diskussion wird niemals ein Ende finden und du gehst leer aus, während dein Auftraggeber deine Fotografien in irgendeiner Weise nutzt.
    Es ist ein symptomatisches Vorgehen für „Gaslighter“ und Manipulatoren!

    Sie ködern einen mit großem Lob und noch größeren Versprechungen, um später so zu tun, als wäre es nicht so gemeint gewesen. Bei diesem Typus von Manipulator war es tatsächlich niemals so gemeint!

  • Du zweifelst an dir selbst!
    Wenn es bei Manipulatoren ans eingemachte geht, schaffen sie es mit einer erschreckenden Leichtigkeit, dass du an dir selbst zweifelst.
    Es kann durch aus sein, dass du durch einen Manipulator sehr hart kritisiert und angegriffen wirst. Dies kann dazu führen, dass du dich aus bestimmten Bereichen der Fotografie zurückziehst oder raushältst, um deine „Ruhe“ zu haben. Anschließend entdeckst du eine Fotografie in irgendeinem Forum, welche deiner kritisierten mehr als ähnlich ist und bemerkst, dass dein Kritiker bei dieser Fotografie vor Freude fast zusammenbricht. Solltest du nun schändlicher Weise auf die Ähnlichkeiten hinweisen, wirst du als kleinlicher, egoistischer, neidischer und um Aufmerksamkeit buhlender kleiner möchte gern Fotograf betitelt. Anschließend wirst du darauf hingewiesen, dass du derjenige bist, der hier zum Drama neigt. Denn selbstverständlich wurde deine Fotografie niemals so hart kritisiert.
    Solltest du anschließend in eine Sparte der Fotografie zurückfallen, in der du von einschlägigen Tyrannen schonmal kritisiert worden bist, geht das ganze Spiel von vorne los. Dies machst du eventuell drei bis viermal. Danach lässt du es sein. Dem Manipulator ist es somit gelungen, dass du dich nicht mit einem Thema der Fotografie auseinandersetzt, dass du selbst frei gewählt hast.

  • Du zweifelst an deiner Wahrnehmung
    Wenn dein Manipulator es geschafft hat, dass du an dir selbst zweifelst, ist es nur noch ein sehr kleiner Schritt. Dann beginnst du an deiner Wahrnehmung zu zweifeln.
    • Sind die Blicke deiner Betrachter tatsächlich so anzüglich und triebgesteuert? Was ist wenn sie recht haben und die eigene Wahrnehmung, das eigene Denken falsch ist?
    • Sehe ich mit dieser Fotoausrüstung tatsächlich so billig aus?
    • Ist die Fotografie, das Fotografieren tatsächlich keine echte Arbeit und bin ich wirklich zu teuer?

Diese und andere Gedanken werden dir täglich abends durch den Kopf gehen. Irgendwann wirst du nicht mehr in der Lage sein eine Antwort zu finden. Meist ist es der Augenblich an dem du dich an deinen vertrauten Manipulator wendest, um weitere Blamagen, Schmähungen und Kritiken abzuwenden. Es ist derselbe Augenblick, an dem eine andere Person über dich und dein Denken die volle Kontrolle übernimmt.

  • Du hast das Gefühl, dass du nicht gut genug bist!
    Ab jetzt hat dein Manipulator die Kontrolle! Ab jetzt wird er wie eine lasergesteuerte Lenkwaffe all deine Schwachpunkte und Schwächen aufspüren und gegen dich verwenden. Du bist nämlich nichts anderes als zu untalentiert- zu langsam- zu schnell- zu undankbar- zu gierig- zu genau- und vieles mehr.

    Diese Liste wird allein durch den Manipulator bestimmt, geändert und angepasst.

    „Und jetzt zeig mal ein wenig Dankbarkeit! Wer will dir sonst noch freiwillig helfen und sich, um dich Anfänger kümmern?“
    Die immer größer werdende Liste der Unzulänglichkeiten lassen deinen ohnehin geringen Selbstwert drastisch ins bodenlose Fallen. Man fühlt sich klein und unbedeutend. Dein Manipulator hat somit sein Ziel erreicht! Selbst wenn du dich an bessere Zeiten erinnerst und dich in der Vergangenheit besser gefühlt hast. Dann wird man dich daran erinnern: „Das war einmal und wird nie wieder kommen!“

Das negative Feld des Manipulators

Die Manipulation selbst ist so alt wie die Menschheit. So lange es Menschen gibt, existiert auch die Manipulation. Deshalb ist es sehr schwer sich jeglicher Manipulation zu entziehen. Wir sind Manipulationen jedoch nicht wehrlos ausgesetzt. Es existiert ein sehr zuverlässiger Rettungsschirm, das bist du selbst! Niemand auf dieser Welt sieht diese Welt so wie du sie siehst! Du kennst deine eigene Wahrheit und bist im Grunde unabhängig davon, was andere dir einreden wollen.

Deswegen Rate ich dir:

Höre auf deine innere Stimme, auch wenn sie nur flüstert. Wenn du ein leises S.O.S vernimmst, dann löse den Rettungsschirm aus und verlasse dieses negative Spannungsfeld.

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